A house is a house is a house 7.6.2021 - 4.7.2021

10. FOTODOKS 2021     Festival für aktuelle Dokumentarfotografie

ERÖFFNUNG:

7. Juni 2021, 19 Uhr

Lothringer 13 Halle & Online, Lothringer Straße 13, 81667 München

 

Festival und Ausstellung. 7. juni bis 4. juli 2021, Dienstag bis Sonntag 11 bis 19 uhr sowie Online, Eintritt frei, Eingang barrierefrei

 

 

Das 10. FOTODOKS – Festival für aktuelle Dokumentarfotografie beschäftigt sich mit der gegenwärtigen Wahrnehmung von „Zuhause“. Dieses ist mehr und mehr lesbar geworden für zunehmende globale Ungleichheiten, die oftmals in patriarchalen, kapitalistischen und post- kolonialen Machtstrukturen verwurzelt liege.

 

 Von 7. Juni bis 4. Juli präsentiert das FOTODOKS Festival seine zehnte Ausgabe mit „A house is a house is a house“ – einer Gruppenausstellung mit einem interdisziplinären Begleitprogramm sowie einer umfangreichen Publikation. Gemeinsam reflektieren die Beiträge das gegenwärtige Verständnis von Zuhause. Zwölf Fotoprojekte, die oft über viele Jahre erarbeitet wurden, eröffnen zusammen mit dem vielperspektivischen Festivalprogramm eine weit gefasste Perspektive dieses dichten und facettenreichen Sozialraums.

Zuhause meint oftmals eine Behausung, einen Ort der Intimität. Es ist an Gefühle und Stimmungen geknüpft, die aus dem Erlebten jedes Einzelnen erwachsen. Ausgehend von einem sichergeglaubten Ort der Fürsorge, Konstanz und Gestaltung von Lebensformen bleibt er für viele ein Sehnsuchts- oder Erinnerungsort, der sich in seiner Abwesenheit manifestiert. Im Nebeneinander mit dem Zuhause anderer, seiner möglichen Entbehrung und dem nicht- häuslichen Raum entfaltet es sein gesellschaftskritisches Potenzial und verdeutlicht, wie häusliche Gegebenheiten unsere Lebensentfaltung bedingen.

 

Entgegen einer idealisierten Perspektive auf das Zuhause ist es auch mit prekären Lebensbedingungen, tradierten Familienbildern, der Gefahr gegenüber Gewalt, Obdachlosigkeit, dem Absprechen von Zugehörigkeit, Diskriminierungen oder Einsamkeit verbunden. Der dringende Diskurs zu Fragen nach Gender, Race und Klassismus findet in dieser Perspektive auch ein Zuhause. Von hier aus blickt ein:e jede:r von uns in die Welt hinaus.

Insbesondere die Dokumentarfotografie vermag es, über den eigenen sozialen Raum hinauszublicken oder diesen mit Hilfe eines zusätzlichen Blicks zu befragen, der abseits des rein Subjektiven liegt. Dieses möchte im Überschauen der Unterschiedlichkeiten eine ausgeglichene Beziehung innerhalb der Globalität herstellen.

 

FESTIVAL & AUSSTELLUNG:

FOTODOKS ist ein internationales Festival für aktuelle Dokumentarfotografie, das seit seiner Gründung 2008 biennal stattfindet und sich als eines der größten Festivals seiner Art in Deutschland etabliert hat. Es versteht sich als unabhängiges Forum, um gegenwartsbezogene, künstlerische Fotografie zu präsentieren.

 

A HOUSE IS A HOUSE IS A HOUSE:

Der Titel „A house is a house is a house“ formt und dekonstruiert gleichzeitig ein konkretes Bild, was ein Zuhause darstellen könnte. Beschwörend repetitiv um Gewissheit zu erspüren oder ins Grübeln zu kommen, wie, wo und wann sich ein „Zuhause“ vorstellen lässt, schlägt er einen Rhythmus an, in dem sich die Bewegung zu oder von einem Zuhause in aller Diversität vergegenwärtigen lässt. Ein Reihenhaus ist ein Luftschloss ist eine Umarmung…

 

PUBLIKATION:

Der umfangreiche Ausstellungskatalog ist kostenfrei und kann bestellt werden. Er dient als Begleitung durch die Ausstellung und als weiterführende Lektüre.

Mit Beiträgen von Henrike Carl, Leonie Chima Emeka & Emily Nill, Lena Gorelik, Gero Günther, Max Houghton, Jörg Koopmann, Franziska Kunze, Aya Musa & Bregje Termeer, Ariane Müller, Sonja Pham, Jovana Reisinger, Christina Maria Ruederer, Laura Wiesböck.

 

FOTODOKS-Team 2021:

Frank Bauer, Sima Dehgani, Inés Dümig, Dominik Gigler, Lisa Hörterer, Verena Kathrein, Tanja Kernweiss, Nadine Loës, Jakob Schmitt, Alexandra Schöfberger.

KÜNSTLER:INNEN:

Emine Akbaba (D), Dannielle Bowman (USA), Cyprien Clément-Delmas & Lindokuhle Sobekwa (F, Südafrika), Buck Ellison (USA), Nanna Heitmann (D/Russland), Sohrab Hura (Indien), Jochen Lempert (D), Noelle Mason (USA), Drew Nikonowicz (USA), Now You See Me Moria (ES, Afghanistan, Syrien), Arzu Sandal (D) und Henk Wildschut (NL).

 

BEGLEITPROGRAMM:

Vorträge, Künstler:innengespräche, Lesungen, Filme, Diskussionen.

Mit Vincent Bababoutilabo, Gürsoy Doğtaş, DOK.fest, Leonie Chima Emeka & Emily Nill, Sebastian Gansriegler/Auslöser Magazin, Max Houghton, Jörg Koopmann, Franziska Kunze, Christiane Mudra, Sonja Pham, Anna Schneider, Matthias Ziegler und den ausstellenden Fotograf:innen et al.

Vier Wochen lang wird die Ausstellung in einer hybriden Form in der Lothringer 13 Halle und Online zu sehen sein und mit Ausstellung und transdisziplinärem Begleitprogramm zur Diskussion über den aktuellen Stand der Dokumentarfotografie anregen.

 

INFOS:

Ausstellung, Festivalprogramm, Öffnung

und Hygienemaßnahmen: www.fotodoks.de

 

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