Die Villa Stuck ist wieder eröffnet.

Am 14. Mai 2026 eröffnete die Villa Stuck feierlich am Nachmittag. Es bildeten sich lange Schlangen vor der Villa, um die Räume in neuem Glanz zu sehen. Am Nachmittag fanden sich dazu Familien n den Räumen und im Garten zusammen.

Nachdem auch die Arbeiten des zweiten Bauabschnitts der Technischen Generalsanierung abgeschlossen sind eröffnet die Ausstellung VARIOUS OTHERS, ein runderneuertes Museum Villa Stuck mit neuer Museumsgastronomie, der Stuckkantine. Alle Bereiche des Museums sind wieder zugänglich. Anlässlich seiner Eröffnung startet das Museum Villa Stuck mit einem vielfältigen Ausstellungsprogramm.

 

In den Historischen Räumen wurden aufwendige Maßnahmen zum Schutz der Kunstwerke und Räume durch die Erneuerung von Sicherheits- und Brandschutztechnik sowie Klimasteuerung im Bereich der Fenster, Wände und Decken vorgenommen. Zur Wiedereröffnung präsentieren sich die Historischen Räume in neuer Ausstattung, mit neuer Hängung und neuen Werken.

 

Die Präsentation von ausgewählten Gemälden Franz von Stucks umfasst selten oder nie gezeigte Bilder aus dem Frühwerk des Künstlers wie die Phantastische Jagd (vor 1890) und die Vision des Hl. Hubertus (1890). Sie markieren neben dem Wächter des Paradieses, mit dem Stuck ab 1889 als „Shooting Star“ die deutsche Kunstszene eroberte, den Beginn seiner Karriere als Maler.

 

Neu in der Sammlung ist das Porträt einer Mainzerin / Frau Fränkel, um 1914, im Originalrahmen nach Entwurf von Franz von Stuck, das dem Museum VILLA STUCK als Vermächtnis einer Münchner Sammlerin übereignet wurde und nun im ehemaligen Boudoir gezeigt wird. Das Qualität volle Auftragsbildnis zeigt die Porträtierte in violettem Kleid mit einem Apfel in den Händen vor einem angedeuteten Landschaftshintergrund; der goldene Wellenrahmen wurde von Stuck selbst entworfen und übermalt. Das Damenporträt war bislang nur in einer zeitgenössischen Schwarz- Weiß-Reproduktion bekannt. Es besticht durch seine Feinmalerei, Farbkomposition und den lebendigen Ausdruck.

 

Das von Stuck übermalte Barockgemälde Enthauptung des Johannes (Kaminwand Empfangssalon) und das neue Porträt einer Mainzerin sowie die kunstvoll von Stuck entworfenen und aufwendig gearbeiteten Rahmen ausgewählter Werke in den Historischen Räumen wurden restauriert und konservatorisch gesichert. Sie geben neue Auskunft über die raffinierte und zuweilen experimentelle Maltechnik Franz von Stucks, der nicht nur zu den führenden Künstlern des Symbolismus in Deutschland zählt, sondern auch mit seiner Maltechnik zu den Innovatoren seiner Zeit gehört.

 

Im Musiksalon erwartet die Besucher die Rekonstruktion zinnoberfarbiger Seidenvorhänge, die nach historischen Bild- und Textquellen vorgenommen wurde. Sie sind wichtig für das Verständnis von Stucks Komposition von Farbklängen in seinen Raumkunstwerken, in denen Zinnober von den Wandmalereien über die Vorhänge bis zur Übermalung des Gemäldes Die Enthauptung des Johannes im benachbarten Empfangssalon ein wiederkehrendes Motiv darstellt.

 

Die Erneuerung von Kordelgeländer und Teppich im Treppenhaus nach historischem Vorbild sowie die Erneuerung der Vorhänge in den gartenseitigen Räumen des Erdgeschosses vervollständigen das Bild.

 

Die Ergebnisse zur Erforschung der Farben und Maltechnik der Wandmalereien Franz von Stucks im Musiksalon in Zusammenarbeit mit dem Münchner Doerner Institut und dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege werden in Führungen präsentiert.

 

Begrüßung: Michael Buhrs, Direktor Eröffnung: Stadtrat David Süß in Vertretung des Oberbürgermeisters der Landeshauptstadt München Musikalische Begleitung: Stuck-Chor, Leitung Manuela Rzytki, Co-Repetitorin Sachiko Hara

 

Impressionen finden Sie in der Bildergalerie.

 

Foto: München Kultur copyright
Bundes-Wirtschaftsminister Dr. Habeck und Ministerpräsident Dr. Söder auf dem Podium,Zukunft Handwerk 2024, C: Beate Obermann
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