Geldanlage in stürmischen Zeiten: So legen Sie im Euroraum am besten an

Die Entwicklung des Euro gleicht einer Berg- und Talfahrt

Die Zeiten sind stürmisch: Die Inflation steigt, der Euro fällt und Griechenland ist pleite. Die europäischen Regierungen sind uneins. Dennoch sind deutsche Unternehmen noch optimistisch angesichts der stabilen Wirtschaftslage im eigenen Land. Hilfe, wie rette ich mein Geld, mag sich mancher private Anleger fragen, angesichts steigender Verbraucherpreise und dem erschütterten Vertrauen in den Euro. Nichts ist so sicher wie die Veränderung: Die Berg- und Talfahrt des DAX mutet dennoch an wie eine Achterbahnfahrt mit Alpenpanorama. obermann presse hat Experten befragt, wie Sie Ihr Geld am besten anlegen.

 



Carsten Mumm von der Donner & Reuschelbank, Foto Pressestelle

Carsten Mumm, Leiter Asset Management Donner & Reuschel AG, sieht die Lage eher pessimistisch und macht dies am DAX fest: „Die Schwankungsbreite an den internationalen Kapitalmärkten steigt weiter an. Diesen Effekt können wir anhand des Werteverlaufs diverser Aktienindizes in den letzten zehn Jahren erkennen. So stieg der Deutsche Aktienindex DAX seit Ende der 90-iger Jahre dreimal auf über 7500 Punkte. Jedes Mal folgten allerdings deutliche Kurseinbrüche, die einen Großteil des vorab erzielten Gewinns wieder vernichteten. Ähnliche Verlaufsmuster sind bei Rohstoffen oder Immobilien und teilweise bei fest verzinslichen Anleihen zu beobachten.“

 

Er sieht die Ursache in der globalisierten Welt, in der enorme Mengen an Kapital, das in eine bestimmte Anlageklasse fließt und wieder abgezogen wird. „Weitere Gründe sind auch die höhere Liquidität der Notenbanken mit niedrigen Zinsen, die auf der Suche nach einer rentablen Anlage oft umgeschichtet wird. Beide Effekte beeinflussen den Markt.“

 

Der Eurokurs fällt, Die europäische Zentralbank (EZB) senkt den Referenzkurs des Euro im September 2011 auf 1,3645 Dollar. Die Börsen sind nervös, die Staatsschulden steigen. Mit 750-Milliarden-Euro versucht die EU die Rezession zu verhindern. 2011 liegt die Verschuldung der EU-Staaten im Schnitt bei 84,7% des Bruttoinlandsprodukts. Die Krise der Euro-Zone weitet sich aus, Indikator ist Griechenland.

 

Der Pressesprecher des ifo Instituts Dr. Jürgen Gaulke kommentiert die griechische Misere: „Griechenland ist wie ein Patient auf der Intensivstation. Er sollte operiert werden, aber der Chefarzt traut sich nicht.“ Griechenland ist hoch infektiös, Europa ist ebenfalls krank.


Angela Merkel bemerkt zur Euro-Krise schon im September 2011 im TV-Interview: „Wenn der Euro scheitert, dann scheitert auch Europa.“ Sie will die gemeinsame Währung mit allen Mitteln erhalten.

Die Geldspritzen als „Adrenalin“ sind jedoch zu teuer für die gesamte Union. Die Stärke der Währung „EURO“ insgesamt schwindet. Griechenland will trotz der bereits gezahlten Kredite zur Drachme zurück kehren. Die europäische „Task Force“ reiste als mobiles Rettungskommando nach Athen, um eine Staatspleite zu verhindern.

Was sagen andere Experten zur Krise?

 



Fritz Gerlich
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