TV & Kino 2014
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Hannes Jänicke im Einsatz für Elefanten im zdf am 31. Juli 2014

Lesen Sie dazu auch das Interview mit Hannes Jänicke.

 

Elefanten sind faszinierend. Sie sind majestätisch und gleichzeitig sanftmütig. In mancher Hinsicht sind sie uns Menschen sehr ähnlich: In ihrer Lebenserwartung und ihrem Entwicklungstempo, ihren engen Familienbanden, ihrem sprichwörtlich guten Gedächtnis, ihrer freudigen Reaktion bei Geburten und ihrer Trauer bei Todesfällen. Elefanten sind sensible und hochintelligente Wesen. Doch schon bald könnten sie verschwunden sein. Denn der Mensch ist dabei, sie auszurotten.

Es tobt ein blutiger Krieg um Elfenbein, der jährlich 40.000 Elefanten das Leben kostet. Wenn diese massive Wilderei nicht gestoppt wird, wird es in weniger als zehn Jahren keine Elefanten mehr auf dem afrikanischen Kontinent geben.

Schauspieler Hannes Jaenicke - bekannt für sein weltweites Engagement im Tier- und Naturschutz - macht sich auf die Reise nach Kenia mit vielen Fragen im Gepäck: Wie konnte es soweit kommen? Warum hat die Wilderei ein so beispielloses Ausmaß erreicht? Und - was können wir dagegen tun?

Hannes Jaenickes erste Station ist eine einmalige Einrichtung: das Waisenhaus des David Sheldrick Wildlife Trust. Diese Stiftung ist die weltweit erfolgreichste Rettungs- und Auswilderungsstation für Elefantenwaisen. Hier hat auch Kamok ein Zuhause gefunden. Vor geraumer Zeit hat Hannes Jaenicke eine Patenschaft für das kleine Elefantenmädchen übernommen. Ihr Schicksal ähnelt dem der anderen Waisen: Die Mutter wurde getötet, meist erschossen von Elfenbein-Wilderern. Die zurückgelassenen Babys sind schwer traumatisiert und depressiv - oft ohne einen Funken Lebenswillen. Hier, im Waisenhaus, werden die Kleinen wieder aufgepäppelt und auf ein Leben in der Wildnis vorbereitet. Auch Kamok wird in wenigen Jahren frei durch Kenias Savannen streifen können. Doch welche Zukunft wird sie dort erwarten? Wird die Gier nach Elfenbein auch ihr zum Verhängnis?

Auf der Suche nach Antworten trifft Hannes Jaenicke den renommierten Elefantenforscher Iain Douglas-Hamilton. Seit Jahrzehnten widmet er sein Leben der Erforschung und damit dem Schutz der Dickhäuter. Ausgestattet mit Spezialkameras wird Hannes Jaenicke im Samburu Nationalpark außergewöhnliche und spannende Einblicke in das Familienleben und die Sozialstrukturen von Elefanten bekommen. Die faszinierenden Kameraaufnahmen beweisen einmal mehr die enorme Intelligenz der grauen Riesen.

 

Doch auch im Samburu Nationalpark ist man vor Wilderern nicht sicher. Den Park durchziehen rund 900 Elefanten - etwa zwanzig von ihnen sind mit Sendern ausgestattet, die stündlich ihre Position durchgeben. Während der Dreharbeiten tritt der Ernstfall ein - das Signal eines Elefantenbullen bewegt sich seit 24 Stunden nicht mehr. Hannes Jaenicke und Iain Douglas-Hamilton zögern nicht lange und machen sich auf den Weg zu dem Bullen - in einer alten Cesna ...

Elfenbein hat schon sein Menschengedenken Begehrlichkeiten geweckt, doch noch nie war die Gewinnspanne so hoch wie heute. Der Grund dafür liegt in Fernost. In China gilt Elfenbein als Statussymbol und die wachsende Kaufkraft der chinesichen Mittelschicht blättert nur zu gerne tausende von Euro für kleine Elfenbein-Schnitzereien hin. An einem geheimen Ort in Kenia trifft Hannes Jaenicke einen, der den Markt beliefert: Ein Wilderer, der unumwunden zugibt, an die einhundert Elefanten getötet zu haben. Von ihm will Jaenicke mehr über die Strukturen des Marktes wissen. Wo kommen die Waffen her? Wer sind seine Auftraggeber? Wie kommt der Stroßzahn außer Landes? Schnell wird klar, dass dieses Geschäft ähnlich brutal und skrupellos wie der globale Drogen- oder Waffenhandel ist.

 

Solange es eine so immense Nachfrage für Elfenbein gibt, wird auch Jagd auf Elefanten gemacht werden. Doch noch gibt es Hoffnung für die Grauen Riesen. Auf seiner Reise durch Kenia trifft Hannes Jaenicke engagierte Tierschützer, Wissenschaftler und Wildhüter. Er spricht mit lokalen Bauern, deren Felder von Elefanten geplündert werden und lernt in einem einmaligen Projekt, wie kleine Honigbienen die größten Landsäugetiere der Welt von der Ernte fernhalten.

Fritz Gerlich
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