Aufgeboscht von der Almweide wieder ins Tal: Almabtrieb in Söll am Wilden Kaiser

Am Wilden Kaiser wird der Almabtrieb jedes Jahr zu einem großen Fest. Wenn die reich geschmückten Kühe und ihre Senner in die heimatlichen Ställe ziehen, begrüßt besonders Söll am 20. September die glücklichen ‚Heimfahrten‘ mit Musik und Marktständen. Schon die ganze Woche davor leben in dem Kaiserort und beim Hexenwasser Almherbst alte bäuerliche Traditionen wieder auf.

 

„Beim ‚Ogrun‘ geht’s nochmal hoch her auf der Hütte“, freut sich Lotte Treichl, die Bäuerin von der Silleralm an der Hohen Salve, auf den letzten Tag vor dem Abtrieb. So nennt man im Tiroler Unterländer Dialekt das Zusammenpacken bei Musik und wehmütigen Abschiedsliedern, das durch häufige Schnapsrunden geschmiert wird. Denn am sprichwörtlichen Zahltag, wenn der Bauer selbst auf die Alm kommt und den Senner für seinen Sommerdienst ausbezahlt, kann man auch als Gast einige Stunden echtes Almleben genießen. Der Bäuerin dabei zusehen, wie sie die letzten Papierrosen aus buntem Krepp an Wacholderzweige bindet und Kisten voller Kopfputz für alle Tiere ausbreitet.

 

Viele Abendstunden hat sie daran liebevoll auf dem Hof gesessen, nun dürfen die Kühe hochdekoriert damit vom Berg trotten. Sie aber davon zu überzeugen, sich den Schmuck auch anlegen zu lassen, ist nicht immer ganz einfach. Zwei der zwanzig Milchkühe haben im Sommer hier oben gekalbt. Die wenige Wochen alten Kälber werden auch runter in den Stall gefahren, während alle anderen – Tier und Mensch – die etwa zweistündige „Heimfahrt“, auch wenn sie so heißt, zu Fuß antreten. Vorher muss aber noch für jede „aufgeboschte“ Kuh die passende Glocke gefunden werden.

 

Die Leittiere tragen eine große mit tiefem Ton und besonders schreckhafte sollten auch besser keine „Woadglockn“ mit hohem Geläut umhängen haben, die sonst so typisch auf den Weiden schon von weitem zu hören sind. Die Bevölkerung von Söll feiert die Heimkehrer der Silleralm und der übrigen Almen der Region am Samstag mit Blasmusik und einem großen Volksfest im Dorf. An Bauernständen entlang der Einmarschroute gibt es zünftige Kost wie Speck und Käse, dazu frische Milch und Hochprozentiges. Und auf die Tiere wartet daheim im Stall schon reichlich frisches Heu!

Bereits die ganze Woche vor dem traditionellen Viehtrieb kann man auf dem Hexenwasser Söll – Hohe Salve bei alltäglichen Aufgaben eines Bergbauern auch einmal selbst Hand anlegen oder lernen, typische Tiroler Schmankerl zuzubereiten. Da werden Sensen geschliffen und dann der Berghang gemäht, Almzäune geflochten oder ein Reisigbesen gebunden. Auf der Stöcklalm kann man sein eigenes Bauernbrot backen, in der Holzknechtsölde echtes Almmus kosten und auf der Hohen Salve zuschauen, wie die Kiachl zubereitet werden. Immer wieder sorgt ein musikalischer „Hoagascht“, ein Musikantentreffen, für Stimmung am Berg und beim Hochsöller Almererfest wird den ganzen Tag bei den Hütten aufgespielt.

 

 

Am Wilden Kaiser wird der Almabtrieb jedes Jahr zu einem großen Fest. Wenn die reich geschmückten Kühe und ihre Senner in die heimatlichen Ställe ziehen, begrüßt besonders Söll am 20. September die glücklichen ‚Heimfahrten‘ mit Musik und Marktständen. Schon die ganze Woche davor leben in dem Kaiserort und beim Hexenwasser Almherbst alte bäuerliche Traditionen wieder auf.

 

„Beim ‚Ogrun‘ geht’s nochmal hoch her auf der Hütte“, freut sich Lotte Treichl, die Bäuerin von der Silleralm an der Hohen Salve, auf den letzten Tag vor dem Abtrieb. So nennt man im Tiroler Unterländer Dialekt das Zusammenpacken bei Musik und wehmütigen Abschiedsliedern, das durch häufige Schnapsrunden geschmiert wird. Denn am sprichwörtlichen Zahltag, wenn der Bauer selbst auf die Alm kommt und den Senner für seinen Sommerdienst ausbezahlt, kann man auch als Gast einige Stunden echtes Almleben genießen. Der Bäuerin dabei zusehen, wie sie die letzten Papierrosen aus buntem Krepp an Wacholderzweige bindet und Kisten voller Kopfputz für alle Tiere ausbreitet.

 

Viele Abendstunden hat sie daran liebevoll auf dem Hof gesessen, nun dürfen die Kühe hochdekoriert damit vom Berg trotten. Sie aber davon zu überzeugen, sich den Schmuck auch anlegen zu lassen, ist nicht immer ganz einfach. Zwei der zwanzig Milchkühe haben im Sommer hier oben gekalbt. Die wenige Wochen alten Kälber werden auch runter in den Stall gefahren, während alle anderen – Tier und Mensch – die etwa zweistündige „Heimfahrt“, auch wenn sie so heißt, zu Fuß antreten. Vorher muss aber noch für jede „aufgeboschte“ Kuh die passende Glocke gefunden werden.

 

Die Leittiere tragen eine große mit tiefem Ton und besonders schreckhafte sollten auch besser keine „Woadglockn“ mit hohem Geläut umhängen haben, die sonst so typisch auf den Weiden schon von weitem zu hören sind. Die Bevölkerung von Söll feiert die Heimkehrer der Silleralm und der übrigen Almen der Region am Samstag mit Blasmusik und einem großen Volksfest im Dorf. An Bauernständen entlang der Einmarschroute gibt es zünftige Kost wie Speck und Käse, dazu frische Milch und Hochprozentiges. Und auf die Tiere wartet daheim im Stall schon reichlich frisches Heu!

Bereits die ganze Woche vor dem traditionellen Viehtrieb kann man auf dem Hexenwasser Söll – Hohe Salve bei alltäglichen Aufgaben eines Bergbauern auch einmal selbst Hand anlegen oder lernen, typische Tiroler Schmankerl zuzubereiten. Da werden Sensen geschliffen und dann der Berghang gemäht, Almzäune geflochten oder ein Reisigbesen gebunden. Auf der Stöcklalm kann man sein eigenes Bauernbrot backen, in der Holzknechtsölde echtes Almmus kosten und auf der Hohen Salve zuschauen, wie die Kiachl zubereitet werden. Immer wieder sorgt ein musikalischer „Hoagascht“, ein Musikantentreffen, für Stimmung am Berg und beim Hochsöller Almererfest wird den ganzen Tag bei den Hütten aufgespielt.

Fritz Gerlich
Anne-Mary Deutsch, Künstlerin aus Freiburg lebt auf dem Planet Schwarzwald

Gib jedem Tag die Chance, der schönste Deines Lebens zu werden. Mark Twain

Interview mit Richard Werner, Consultant bei Trend Micro
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