Das 7. Literaturfest München ist ein Kaleidoskop dieser Welt 

Das 7. Literaturfest kann kommen: Vom 10. bis zum 27. November 2016 treten rund 100 Autorinnen und Autoren sowie Künstlerinnen und Künstler an verschiedenen Orten in München auf, darunter die Nobelpreisträgerinnen Swetlana Alexijewitsch und Herta Müller, der amerikanische Bestseller-Autor Justin Cronin, Carolin Emcke, die aktuelle Friedenspeisträgerin des Deutschen Buchhandels, Prix-Goncourt-Preisträger Mathias Énard, Kinderbuch-Autorin Cornelia Funke, Regisseur Dominik Graf, New-York-Times-Bestsellerautor Philip Kerr, Büchner-Preisträgerin Sibylle Lewitscharoff, der griechische Schriftsteller Petros Markaris, Schauspielerin Eva Mattes, die deutschen Schriftsteller Hanns-Josef Ortheil und Christoph Ransmayr, ZDF-Fernsehredakteur Elmar Theveßen sowie der ARD-Amerika-Korrespondent Ingo Zamperoni. Szenische und musikalische Lesungen, Diskussionen, Symposien, Konzerte und Ausstellungen stehen auf dem Programm, zudem Schullesungen sowie tägliche Mitmach- Aktionen für Kinder und Jugendliche. Dr. Hans-Georg Küppers, Kulturreferent der Landeshauptstadt München, betonte zum Auftakt der Pressekonferenz: „Das Literaturfest ist heuer im ‚verflixten siebten Jahr‘. Das macht uns keine Sorgen. Jetzt erst recht wollen wir unser Publikum verführenin die verlockenden Welten der Bücher und des Lesens, zu Reisen, die keine Grenzen kennen.“

 

Das Kuratorenprogramm forum:autoren lädt ein zur Erkundung der Möglichkeiten und Grenzen menschlicher Sprache

 

Die Schriftstellerin und Spiegel-Autorin Elke Schmitter hat das diesjährige forum:autoren unter das Motto ein wort gibt das andere gestellt. Sie erkundet Möglichkeiten und Grenzen der Sprache und fragt mit ihren internationalen Gästen aus Literatur, Musik, Theater, Wissenschaft und Journalismus: Welche Beziehungen bestehen zwischen Sprache, Dichtung und Politik? Wo treffen sich Sprache und Musik? Was können Übersetzungen vermitteln? Und wie funktionieren Sprachen ohne Schrift? „Wir gehen bei der Sprache ein und aus: beim Erzählen, beim Erklären, beim Missverstehen, beim Hören, beim Übersetzen und bei der Verzauberung durch literarische und musikalische Stimmen“, so Elke Schmitter. „Wer ein wort gibt das andere besucht, dem soll es schwindeln vor Erkenntnis, und den soll die Schönheit der Literatur gepackt haben und nicht mehr loslassen.“Eröffnet wird das forum:autoren mit einem Gipfeltreffen zweier Nobelpreisträgerinnen: Swetlana Alexijewitsch und Herta Mülller lesen und sprechen über Sprache und Poesie in Diktaturen. Beim forum:autoren treffen sich Schriftsteller, Musiker und Vokalkünstler an drei Festivalabenden an der Bänkelbar im Hofspielhaus, darunter Najet Adouani, Alida Bremer, Michael Krüger, Joachim Sartorius und Jan Wagner.

 

Die 57. Münchner Bücherschau zeigt über 20.000 Neuerscheinungen, begleitet durch Auftritte prominenter Autorinnen und Autoren

 

Die 57. Münchner Bücherschau präsentiert begleitend zur großen Buchausstellung im Gasteig ein Veranstaltungsprogramm mit international bekannten Autorinnen und Autoren. Michael Then, Vorsitzender des Börsenvereins des Deutschen BuchhandelsLandesverband Bayern e.V., hebt hervor: „Die 57. Münchner Bücherschau spiegelt die ganze Vielfalt an Geschichten für große und kleine Leser wider, mit literarischen und hochkarätigen Autorinnen und Autoren wie Bachtyar Ali und Cornelia Funke sowie dem Bundespräsidenten a.D. Horst Köhler.

 

Der Gasteig ist wieder der ideale Ort für Entdeckungsreisen zu neuen Buchwelten und die beliebten Mitmachaktionen für Kinder.“

Thomas Kraft, Kurator des Erwachsenenprogramms, hat Autorinnen und Autoren aus den Sparten Klassik, Krimi, Fantasy, Sach- und Unterhaltungs- buch eingeladen. Zu den Höhepunkten gehören eine Hommage an Jack London aus Anlass seines 100. Todestages mit Denis Scheck und Martin Walser sowie ein Abend zu Ehren von Zelda Fitzgerald mit Bibiana Beglau. Zudem stehen herausragende Krimi-Präsentationen auf dem Programm: ein aus dem Nachlass heraus erschienener neuer Roman von Henning Mankell mit Bundespräsident a.D. Horst Köhler, das neue Buch von Thomas Ross, Porkchoppers, vorgestellt gemeinsam mit Filmregisseur Dominik Graf, oder das neue Werk Bitter Wash Road des Krimi-Bestsellerautor Garry Disher.

 

Ein weiterer thematischer Schwerpunkt sind Bücher, die die Themen Gewalt und Brutalisierung in verschiedenen Gesellschaften aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten: Bachtyar Ali schreibt in seinem viel beachteten neuen Roman Der letzte Granatapfel über Machtkämpfe rivalisierender Gruppen und Parteien in seiner kurdischen Heimat im Nordirak sowie deren große poetische Kraft. In Sabine Grubers neuem Buch Daldossi oder Das Leben des Augenblicks stehen Kriegs-Fotografien im Mittelpunkt sowie Fragen nach der Macht und Wirklichkeit von Bildern. Über ein gnadenloses und brutales Leben von Menschen in Amerikas Hinterhöfen berichtet Donald Ray Pollock in seinem neuen Roman Die himmlische Tafel. ZDF- Terrorexperte Elmar Theveßen deckt in seinem Buch Terror in Deutschland Drehbücher auf, nach denen Islamisten ihre Kämpfe führen.

 

Zu dem von Edith Offermann kuratierten Kinder- und Familienprogramm werden die Ehrenpreisträgerin des Bayerischen Buchpreises 2015 Cornelia Funke und der schwedische Autor Mats Wahl erwartet, außerdem der Drache Kokosnuss-Autor Ingo Siegner. Eines der zentralen Anliegen des Kinder- und Familienprogramms ist es, zum eigenen Schreiben und kreativen Gestalten zu animieren: Kultur & Spielraum organisiert deshalb alljährlich ein besonderes Spiel- und Aktionsprogramm, dieses Mal mit vielen Buch- werkstätten, einer Ausstellung und einer Vorleseaktion.

 

Bayern 2 präsentiert Diwan-Gespräche im Gasteig

 

Bayern 2, der Medienpartner des Literaturfests München, präsentiert werktags Autorengespräche auf dem Bayern 2-Diwan im Gasteig: Bekannte Moderatorinnen und Moderatoren des Bayerischen Rundfunks laden ein ins Ausstellungsfoyer der Münchner Bücherschau, um dort mit ihren Gästen über deren neue Bücher zu reden. Ein besonderes Highlight ist der Live-Diwan am Samstag, den 19.11., mit Bachtyar Ali, Steven Uhly und Carolin Emcke unter der Moderation von Cornelia Zetzsche.

 

Beim Festprogramm des Literaturhauses München berichten Schriftstellerinnen und Schriftsteller von nahen und fernen Welten

 

Das Festprogramm des Literaturhauses München präsentiert unter dem Motto Die Welt erzählen Geschichten, die in anderen, nahen wie fernen Ländern spielen. Literaturhausleiterin Tanja Graf hebt hervor: „Wer seinen Blick weitet, versteht besser, was vor der eigenen Haustür passiert: Zum diesjährigen Literaturfest präsentiert das Literaturhaus deutschsprachige und internationale Autorinnen und Autoren, die unseren Horizont erweitern, die uns das Fremde, Exotische als Bereicherung, Erkenntnisgewinn, Verführung zum Denken nahebringen.“ So führt das neue Buch Kompass des Prix Goncourt-Preisträgers Mathias Énard in die Städte Istanbul, Damaskus, Aleppo und Palmyra und handelt von der Sehnsucht des Westens nach dem Orient. Christoph Ransmayrs neuer Roman Cox oder Der Lauf der Zeit spielt in China, Shumona Sinha schreibt über Indien, Kalkutta, und Ingo Zamperoni berichtet über das ‚fremde Land‘ Amerika.

Teil des Literaturhaus-Festprogramms ist zudem der von Alke Wendlandt kuratierte Markt der unabhängigen Verlage Andere Bücher braucht das Land am 26. und 27. November, bei dem das illustrierte und besonders gestaltete Buch im Mittelpunkt steht. Der Buchmarkt lädt rund 30 unabhängige Verlage ins Literaturhaus und zeigt, flankiert von Diskussionen, Workshops und einer Illustrations-Ausstellung, die Vielgestaltigkeit der Buchbranche. Am Samstagabend wird mit den Verlegerinnen und Verlegern und dem Literaturfest-Publikum bei Musik von Konnexion Balkon der Abschluss des Marktes und zugleich des Literaturfests München gefeiert. 

 

Preisverleihungen beim Literaturfest München 

 

Drei Preise werden im Rahmen des Literaturfests München verliehen: der Geschwister-Scholl-Preis, der Preis für einen Bayerischen Kleinverlag und der Fernsehpreis LiteraVision.Die Verleihung des mit 10.000 Euro dotierten Geschwister-Scholl-Preises findet am 21. November in der LMU München statt, am Tag darauf die öffentliche Lesung des Preisträgers in der Buchhandlung Lehmkuhl. Wer in diesem Jahr den Preis erhält, wird bereits am 7. Oktober verkündet. Sinn und Ziel des Geschwister-Scholl-Preises ist es, „jährlich ein Buch jüngeren Datums auszuzeichnen, das von geistiger Unabhängigkeit zeugt und ge- eignet ist, bürgerliche Freiheit, moralischen, intellektuellen und ästhetischen Mut zu fördern und dem verantwortlichen Gegenwartsbewusstsein wichtige Impulse zu geben.“

 

Der mit 7.500 Euro dotierte Preis für einen Bayerischen Kleinverlag wird am 23. November im Literaturhaus München verliehen. Preisträger 2016 ist der LOhrBär-Verlag aus Regensburg, der für sein herausragendes und kunstvoll gestaltetes Hörbuchprogramm geehrt wird.

 

Der Fernsehpreis LiteraVision zeichnet beispielhafte Sendungen über Bücher oder Autorinnen und Autoren aus und wird am 19.11. im Literaturhaus München in Höhe von je 5.000 Euro in den Kategorien Kurz- und Langfilm vergeben. Zuvor, am 18. und 19.11., jeweils 10 bis 17 Uhr, werden die nominierten Filme im Rahmen einer öffentlichen Jurysitzung und in Anwesenheit der Regisseurinnen und Regisseure vorgeführt und diskutiert.

 

Das vollständige Programm findet sich unter www.literaturfest- muenchen.de.

Fritz Gerlich
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