Ingvild Goetz will Bayern Museum und Teile ihrer Sammlung schenken

Ministerpräsident Horst Seehofer und Kunstminister Dr. Wolfgang Heubisch haben die Entscheidung von Ingvild Goetz, einer der weltweit renommiertesten Sammlerinnen auf dem Gebiet der Gegenwartskunst, begrüßt, dem Freistaat Bayern sowohl ihren herausragenden Museumsbau als auch einen bedeutenden Teil der von ihr gesammelten Kunstwerke als Schenkung anzubieten. Über den von der Schenkung nicht erfassten Teil der Sammlung soll ein Dauerleihvertrag abgeschlossen werden. Ministerpräsident Horst Seehofer zeigte sich erfreut über die geplante Schenkung: „Dies ist für den Freistaat die einmalige Gelegenheit, eine der international anerkannten Sammlungen der Gegenwartskunst für Bayern zu sichern. Bayern wird damit als Kunst- und Kulturstandort nachhaltig gestärkt. Die renommierte Sammlung Goetz ist ein Gewinn für den staatlichen Kunstbesitz besonders im Bereich Medienkunst. Dies ist für den Freistaat Bayern einer der bedeutendsten Kunstzuwächse der letzten Jahrzehnte.“

 

Ihr großzügiges Angebot an den Freistaat begründet Ingvild Goetz mit den Worten: „Es ist mein Wunsch, dass die Sammlung Goetz in München bleibt und dass mein Museum in Oberföhring auch in Zukunft für die Präsentation von Gegenwartskunst genutzt wird. Entscheidend war für mich die Zusage des Freistaats, die optimale Betreuung und Unterbringung der Sammlung zu gewährleisten. So will der Freistaat die Kosten für den Betrieb des Museums sowie zur Aufbewahrung und Erhaltung der Sammlung übernehmen. Außerdem wird der Freistaat sich verpflichten, stets eine repräsentative Auswahl der Medienkunstsammlung dem Publikum zugänglich zu machen.“

 

Kunstminister Heubisch betonte: „Ingvild Goetz hat stetig Werke der jeweiligen Gegenwart im Hinblick auf das globale Kunstgeschehen erworben. Die Sammlung deckt damit die mediale Bandbreite der heutigen künstlerischen Ausdrucksformen ab. Im staatlichen Kunstbesitz bestand hier hingegen bisher eine schmerzhafte Lücke. Ein Erwerb der Sammlung würde diese Lücke nun schließen. Zudem ist geplant, die dem Freistaat Bayern überlassenen Kunstwerke nicht ausschließlich im Museumsgebäude in der Oberföhringer Straße zu zeigen. Die Objekte können auch anderen Museen und Ausstellungshäusern, wie dem Haus der Kunst, den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen und dem Neuen Museum Nürnberg als Leihgaben zur Verfügung gestellt werden. Damit ist gewährleistet, dass die gewonnenen Kunstwerke nicht nur die Kulturmetropole München stärken, sondern den Kulturstandort Bayern insgesamt.“ Die künstlerische Leitung des Museums und der Sammlung bleibt in den Händen von Ingvild Goetz.

 

Die in den letzten 40 Jahren entstandene Kunstsammlung Goetz ist weltweit einzigartig. Das Wallstreet Journal zählt sie zu den besten zehn Privatsammlungen im Bereich der Gegenwartskunst. Die Sammlung umfasst über 4.700 Kunstwerke. Einen besonderen Schwerpunkt bildet der Bereich Medienkunst mit annähernd 500 Filmen, Videos und Installationen. Daneben sind etwa 4.200 Gemälde, Plastiken, Arbeiten der Fotokunst, Graphik und Installationen Bestandteil der Sammlung. Die geplante Schenkung umfasst neben dem Museumsgebäude insgesamt 375 in ihrem Eigentum stehende Arbeiten der Medienkunstsammlung. Das Museumsgebäude wurde Anfang der 90er Jahre von den international bekannten Schweizer Architekten Herzog & de Meuron erbaut. Das Bauwerk ist abgesehen von der architektonisch herausragenden Gestaltung auch deshalb von besonderer Bedeutung, weil es sich um den ersten Museumsbau von Herzog & de Meuron handelt, der außerhalb der Schweiz errichtet wurde.

 

GABRIELE MÜNTER Bildnis Marianne von Werefkin, 1909 Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München Foto: Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München © VG Bild-Kunst, Bonn 2017
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Gib jedem Tag die Chance, der schönste Deines Lebens zu werden. Mark Twain

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