„Das ganze Werk, Kunst genannt, kennt keine Grenzen und Völker, sondern die Menschheit." Der Blaue Reiter kehrt zurück ab 3. Februar 2016 im Lenbachhaus    

Die Wiedereinrichtung der Abteilung des »Blauen Reiter« setzt nach den umfangreichen Ausleihen für die Kooperationsausstellungen »August Macke und Franz Marc. Eine Künstlerfreundschaft« (2015) und »Klee & Kandinsky. Nachbarn, Freunde, Konkurrenten« (2015/16) sowie für Ausstellungen im Museo Thyssen- Bornemisza Madrid, im MoMA New York, im Frankfurter Städel, in der Alten Nationalgalerie Berlin, im Palazzo Ducale, Venedig, u.v.a. nun neue Akzente in der Schausammlung.

 

Der Besucher trifft auf den Reichtum der weltweit größten Sammlung an Bildern aus dem Künstlerkreis des »Blauen Reiter« , die an verschiedenen Stellen durch eine stärker auratische Hängung herausragenden Gemälden mehr Raum gibt und somit Kandinskys Diktum folgt, dass nur das „eigentlich Künstlerische“ im Mittelpunkt jeder Betrachtung stehen solle.

 

Dieses Postulat des „eigentlich Künstlerischen“ bietet einen freien, polyvalenten und offenen Ansatz, demzufolge Kandinsky und Marc in ihrem 1912 herausgegebenen Almanach »Der Blaue Reiter« Volkskunst, Kinderkunst, ägyptische Schattenbilder, afrikanische Schnitzereien oder bayerische Hinterglasbilder gleichberechtigt neben die Kunstwerke alter europäischer Meister oder der aktuellen Avantgarde stellten.

 

Dieser Pluralismus der künstlerischen Äußerungen war ein Spezifikum des »Blauen Reiter«.

 

Ein eigener Raum ist deshalb dem Almanach und seinen Bildwerken gewidmet, auf einem Touchscreen  kann man durch das berühmte Buch blättern. Gabriele Münters Stillleben und Figureninterieurs werden mit Objekten aus ihrer und Kandinskys Sammlung von Volks- und Kinderkunst kombiniert. In einem Dokumentationsbereich laufen historische Filme – Beispiele aus dem von Münter altmodisch genannten „Kintopp“ – und auf Hörinseln können Besucherinnen und Besucher das Verhältnis der »Blauen Reiter«- Künstler, insbesondere Kandinskys, zur Musik der damaligen Avantgarde – von Arnold Schönberg, Anton von Webern, Alban Berg und Alexander Nikolajewitsch Skrjabin – nachvollziehen.

GABRIELE MÜNTER Bildnis Marianne von Werefkin, 1909 Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München Foto: Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München © VG Bild-Kunst, Bonn 2017
Anne-Mary Deutsch, Künstlerin aus Freiburg lebt auf dem Planet Schwarzwald

Gib jedem Tag die Chance, der schönste Deines Lebens zu werden. Mark Twain

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